UMSATZ IN TEURO

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Trotz eines herausfordernden Marktumfeldes konnte die dpa GmbH ihren Jahresumsatz steigern; dabei wirkten sich aber auch Umgliederungen innerhalb der Gruppe aus.

Die Ergebnisse der ARD/ZDF-Medienstudie 2025 zeigen, dass die tägliche Mediennutzungszeit in Deutschland mit durchschnittlich knapp 390 Minuten pro Tag weiterhin auf hohem Niveau liegt. Gegenüber dem Vorjahr blieb die Gesamtnutzungsdauer weitgehend stabil. Der langfristige Trend zur Nutzung non-linearer und digitaler Angebote setzte sich jedoch fort. Während die lineare Nutzung von Fernsehen und Radio weiter leicht zurückging, gewannen Mediatheken, Streaming-Dienste, Online-Videoangebote und digitale Nachrichtenformate weiter an Bedeutung.

Erkenntnisse aus dem Reuters Institute Digital News Report 2025 bestätigen die fortschreitende Verschiebung des Nachrichtenkonsums in Richtung digitaler Kanäle. Demnach nutzen 66 % der erwachsenen Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland mindestens einmal pro Woche Online-Nachrichten. Für 42 % ist das Internet inzwischen die wichtigste Nachrichtenquelle, nahezu gleichauf mit dem linearen Fernsehen (43 %). Insbesondere bei jüngeren Zielgruppen gewinnt der digitale Nachrichtenkonsum weiter an Bedeutung. Gleichzeitig bleibt das Vertrauen in Nachrichten insgesamt differenziert: Rund 45 % der Befragten geben an, den meisten Nachrichten grundsätzlich zu vertrauen, während mehr als zwei Drittel der Befragten Nachrichten zumindest gelegentlich aktiv meiden. 

International wie national bleibt die Lage für Journalistinnen und Journalisten angespannt. Weltweit verharrt die Zahl der inhaftierten Medienschaffenden auf einem hohen Niveau, ebenso die Zahl derjenigen, die im Zusammenhang mit ihrer Arbeit Opfer von Gewalt wurden. Auch in Deutschland werden weiterhin Übergriffe, Bedrohungen und digitale Angriffe auf Medienschaffende registriert, insbesondere im Umfeld von Demonstrationen sowie bei Recherchen zu politisch extremistischen Milieus. Die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen dokumentierte für das Jahr 2025 insgesamt 55 Angriffe auf Journalistinnen, Journalisten und Redaktionen in Deutschland. Zwar liegt dieser Wert unter dem Vorjahresniveau, er verdeutlicht jedoch weiterhin ein angespanntes Arbeitsumfeld. Im internationalen Vergleich fiel Deutschland im aktuellen Press Freedom Index von Platz 10 auf Platz 11 zurück.

Nach Angaben der Bundesregierung wurden zwischen dem 1. April 2024 und dem 30. November 2025 insgesamt 818 Vorfälle politisch motivierter Straftaten gegen Journalistinnen und Journalisten registriert, darunter 89 Gewalttaten. Fast die Hälfte entfiel auf Berlin (406), insbesondere im Umfeld von Demonstrationen. Rund ein Drittel der Straftaten wurde dem rechten politischen Spektrum zugeordnet. Im Vergleich zu 2023 nahm die Zahl der Fälle spürbar zu.

Neben physischen und digitalen Bedrohungen prägen zunehmend politische, gesellschaftliche und technologische Faktoren die Rahmenbedingungen journalistischer Arbeit. Nach Einschätzung von Reporter ohne Grenzen wirkt sich die Politik der zweiten Amtszeit von Donald Trump auch auf den öffentlichen Diskurs und die Medienlandschaft in Europa und Deutschland aus. Die gesellschaftliche Polarisierung nimmt zu, während große Tech-Plattformen in ihrem Widerstand gegen europäische Regulierung offen politische Rückendeckung aus den USA erhalten. Diese Plattformen haben sich zu eigenständigen Medienakteuren entwickelt, deren algorithmische Systeme maßgeblich darüber entscheiden, welche Inhalte Sichtbarkeit und Reichweite erzielen. Dabei begünstigen algorithmische Logiken zunehmend polarisierende und desinformative Inhalte; zugleich wurden plattforminterne Faktenprüfungsmechanismen teilweise zurückgefahren oder abgeschafft.

Zusätzliche strukturelle Risiken ergeben sich aus der wachsenden Bedeutung generativer KI-Modelle. In Suchmaschinen und Plattformen integrierte KI-basierte Zusammenfassungen leiten Reichweite und Werbeerlöse zunehmend von originären journalistischen Angeboten ab und gefährden damit die wirtschaftliche Grundlage redaktioneller Arbeit. Zugleich besteht weiterhin rechtliche Unsicherheit beim Training von KI-Systemen mit urheberrechtlich geschützten Inhalten, sofern keine Lizenzvereinbarungen oder Partnerschaften bestehen. Für Medienunternehmen ergeben sich daraus sowohl wirtschaftliche als auch rechtliche Risiken.