Geschäftsführung und Aufsichtsrat schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss 2025 in Höhe von 1.573.187,94 Euro mit dem Gewinnvortrag per 1. 1. 2025 von 10.221.427,37 Euro zum Bilanzgewinn von 11.794.615,31 Euro zu addieren und auf neue Rechnung vorzutragen.
Die dpa betreibt neben ihrem Kerngeschäft eine Vielzahl von Geschäftsbereichen und neuen Geschäftsfeldern in selbständigen Tochtergesellschaften. Aufgrund der gewählten Struktur ist das Ergebnis der dpa in hohem Maße abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung und den damit verbundenen Ergebnisbeiträgen der i.d.R. über Gewinnabführungsverträge verbundenen Tochtergesellschaften sowie weiteren Beteiligungen. Im Jahr 2025 erzielten sie abermals hohe Jahresüberschüsse und lieferten insgesamt einen Ergebnisbeitrag von 18,6 Mio. Euro ab.
Im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags steuerte die news aktuell GmbH mit 9,6 Mio. Euro erneut die größte Einzelsumme zum Erfolg der dpa-Gruppe bei, wenn auch auf einem etwas niedrigeren Niveau als im Vorjahr. Der Rückgang des Jahresergebnisses wurde dabei einerseits durch die schwierige Marktlage in einem wettbewerbsintensiven Umfeld und damit stagnierenden Umsätzen, aber auch durch Einmalaufwendungen in Form einer Drohverlustrückstellung für nicht mehr genutzte Büroflächen am Standort Hamburg belastet.
Der dpa Picture-Alliance GmbH gelang es 2025 erneut, im wettbewerbsintensiven Bildmarkt den Umsatz zu steigern und die Erlöse im Bereich der Rechteverfolgung sogar außergewöhnlich deutlich auszubauen. Verbunden mit einem konsequenten Kostenmanagement konnte damit ein Beitrag zum Ergebnis erzielt werden, der mit 4,6 Mio. Euro nahezu anderthalbmal so hoch ausfiel wie im Vorjahr.
Das Geschäft der Tochtergesellschaft dpa-infografik GmbH wurde 2025 mit dem der dpa-infocom GmbH zusammengelegt und im Rahmen einer Verschmelzung rückwirkend zum 1. 1. 2025 auf die dpa-infocom GmbH übertragen. Der eigenständige Geschäftsbetrieb der dpa-Infografik GmbH ist damit bereits zum Jahreswechsel 2024/25 erloschen.
Das Geschäftsjahr der dpa-infocom GmbH war einerseits geprägt von der bereits Mitte 2024 vollzogenen und 2025 erstmals ganzjährig wirksamen Verlagerung der Digitalredaktion und Übergabe der Produktgruppe der WebLines zur dpa GmbH und andererseits auch noch von der gerade erwähnten Integration des Geschäftsbetriebs der dpa-Infografik GmbH betroffen. Die infocom konnte das Jahr dennoch mit einem um 0,2 Mio. Euro über Plan liegenden Ergebnis abschließen, wofür insbesondere die Einheiten Faktencheck sowie Datenprodukte und -projekte verantwortlich zeichnen.
Die Dienstleistungsgesellschaft dpa-IT Services GmbH schloss das Geschäftsjahr durch nicht bzw. nur mit Verzögerung besetzte Planstellen leicht unter Plan, aber dennoch auf einem etwas höheren Niveau als im Vorjahr ab, ebenso liegen die Rufa Rundfunk-Agenturdienste GmbH und dpa English Services GmbH etwas über den Ergebnissen des Vorjahres.
Der dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH, an der die dpa GmbH mit 76 % beteiligt ist, gelang es im abgelaufenen Jahr trotz eines angespannten Marktumfeldes, den Umsatz mit 5,2 Mio. Euro leicht zu erhöhen und dabei auch den Gewinn leicht zu steigern.
Die mecom Medien-Communikations-Gesellschaft mbH (50 % unmittelbare dpa-Beteiligung und 10 % mittelbare Beteiligung) konnte das durch erhebliches Projektgeschäft im Geschäftsfeld der geschützten Netze geprägte Umsatzniveau der Vorjahre in Summe nicht halten. Erfreulicherweise gelang es aber durch die Inbetriebnahme von zentralen Produktkomponenten und zusätzlichen Feststationen die nachhaltigeren MoWas-Betriebserlöse erneut um über 1 Mio. Euro gegenüber 2024 zu steigern. Die mecom erreichte damit einen Jahresüberschuss von 1,2 Mio. Euro und blieb damit nur knapp unter dem Vorjahreswert von 1,3 Mio. Euro.
Die awp Finanznachrichten AG (50 % dpa-Beteiligung) entwickelte sich 2025 abermals sehr positiv. Die zu beobachtenden Veränderungen der schweizerischen Finanzbranche waren zwar spürbar, aber es gelang abermals, das Jahr mit einem kaum veränderten Umsatz und einem auf Vorjahresniveau liegenden Gewinn von 1,8 Mio. CHF abzuschließen.
Die news aktuell (Schweiz) AG musste dagegen einen Umsatzrückgang hinnehmen, konnte aber aufgrund zeitweilig unbesetzter Planstellen, verbunden mit weiteren Kostenreduktionen, das Ergebnis des Vorjahres in Höhe von 0,3 Mio. CHF nahezu halten.