Geschäftsbericht
2024
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Trotz weiterhin rückläufiger Auflagenhöhen im Printbereich ist es aufgrund der im Vorjahr abgeschlossenen Umstellung der Kunden auf das neue Preismodell gelungen, die Umsätze der klassischen Nachrichtendienste weitestgehend stabil zu halten, allerdings mit leichten Verschiebungen innerhalb der Dienste. Rückgänge waren hingegen beim dpa-Audiodienst, im Bildgeschäft, bei Custom Content sowie insbesondere durch den Wegfall eines Einmal­ertrags im Vorjahr zu verzeichnen. 

Im Bildbereich war der Aktuelle Bildfunk ebenfalls von den Auflagenrückgängen betroffen, aber auch hier zeigte das neue Preismodell die erwarteten dämpfenden Effekte, sodass die Erlöse auf dem Niveau des Vorjahres lagen.

Im anhaltend schwierigen Segment der Bild-Zweitvermarktung ist es aufgrund des teils dramatischen Preisverfalls nicht gelungen, das Umsatzvolumen des Vorjahres zu halten. Hier ist ein Rückgang um knapp 0,2 Mio. Euro zu verzeichnen, der trotz großer Anstrengungen des Bildvertriebs nicht vermieden werden konnte. Aus der Perspektive der dpa-Gruppe insgesamt konnten die Bilderlöse durch Zuwächse bei der dpa Picture-Alliance jedoch kompensiert werden.

Der Bereich Custom Content konnte die Wachstumserwartungen nicht erfüllen und verzeichnete insbesondere im zweiten und dritten Quartal einen schmerzhaften Umsatzknick, der auch die Margen in diesem kostensensiblen Geschäft unter Druck gebracht hat. Hier wurden bereits sehr früh im Jahr gemeinsam mit den Kunden die Produktions- und Kosten­strukturen überprüft und verändert.  

Dagegen entwickelten sich zwei Angebote der neuen Produktfelder sehr positiv. Zum einen verzeichnet das Digitale Publishing einen Zuwachs von rd. einer Viertelmillion Euro, und um nahezu den gleichen Betrag konnte auch der dpa-Videoservice zulegen, was nach den Anstrengungen der Vorjahre als besonders erfreulich hervorzuheben ist. Gegenläufig wirkt sich im Erlösfeld der neuen Produkte der o. g. Einmalerlös aus, sodass der Umsatz dieser Produktgruppe im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 0,5 Mio. Euro zurückgeht. 

Die Erlöse aus Technik und Übermittlung blieben mit 1,9 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres, und auch beim Handelsgeschäft, speziell dem Vertrieb der Partnerprodukte von AP und dpa-AFX, konnte der Umsatz des Vorjahres stabil gehalten werden und liegt nach wie vor bei 4,1 Mio. Euro.

Die sonstigen Erlöse gingen um 0,5 Mio. Euro auf 6,2 Mio. Euro zurück, wobei dieser Rückgang neben einigen kleineren Faktoren im Kern auf die erwähnte Integration der Digitalredaktion in die dpa GmbH und den damit einhergehenden Wegfall von Leistungsverrechnungen an die dpa-infocom GmbH zurückzuführen ist.