Ein ähnlich hoher Rückgang ist auch bei den sonstigen betrieblichen Erträgen ersichtlich, wo im Vergleich zum Vorjahr geringere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen sowie parallel dazu leicht rückläufige Fördermittel zu verzeichnen waren.
Mit 106,9 Mio. Euro (Vorjahr: 106,0 Mio. Euro) ergab sich damit eine um 0,9 Mio. Euro gestiegene betriebliche Gesamtleistung.
Der Materialaufwand stieg um 0,7 % bzw. 0,2 Mio. Euro auf 35,0 Mio. Euro, im Wesentlichen geprägt durch den Anstieg der Aufwendungen für IT- und andere bezogene Dienstleistungen bei gleichzeitigem Rückgang der umsatzgetriebenen Honoraraufwendungen im Bildbereich und bei Custom Content.
Im Jahr 2024 erhöhte sich der Personalaufwand gegenüber dem Vorjahr um rund 1,1 Mio. Euro von 60,9 Mio. Euro auf 62,0 Mio. Euro.
Bei der Entwicklung des Personalaufwands wirken sich insbesondere die prozentuale Anpassung der Tarifgehälter um 5,0 % zum 1. November 2024 sowie die Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie von 2.000 Euro pro Beschäftigten aus. Gegenläufig wirkt sich eine um 0,25 Mio. Euro geringere Sonderzuführung zur dpa-Unterstützungskasse sowie ein Rückgang der Beschäftigtenzahl um 10 Stellen aus.
Die Zahl der Beschäftigten sank im Jahresdurchschnitt auf nunmehr 706 (Vorjahr: 716). Darüber hinaus wurden durchschnittlich 51 (Vorjahr: 78) Aushilfen beschäftigt. Der Anteil der weiblichen Mitarbeitenden im Unternehmen hat sich kaum verändert und liegt wie im letzten Jahr bei rund 52 %. Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten erhöhte sich auf 164 (Vorjahr: 159).
Die Abschreibungen betragen 2,6 Mio. Euro und liegen damit 0,2 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen um 0,1 Mio. Euro auf 25,5 Mio. Euro zurück und konnten damit trotz des Sonderaufwands für die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Sommerspiele sowie der auch noch 2024 in erheblichem Umfang angefallenen Baumaßnahmen am Standort Hamburg nahezu konstant gehalten werden. Dabei spielten die um 0,5 Mio. Euro gesunkenen Kommunikationskosten sowie die um 0,4 Mio. Euro gesunkenen Sonstigen Personal- und Verwaltungsaufwendungen, die das Ergebnis gezielter Sparmaßnahmen sind, eine entscheidende Rolle.
Das Finanzergebnis betrug 19,9 Mio. Euro nach 19,5 Mio. Euro im Vorjahr und stieg damit um etwa 2,0 %. Neben höheren Ergebnisbeiträgen der Tochtergesellschaften und Beteiligungen mit einem Plus von insgesamt 0,3 Mio. Euro reduzierten sich die Abschreibungen auf Finanzanlagen nochmals um 0,1 Mio. Euro.
Daraus resultierte ein Ergebnis vor Steuern von 1,6 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss nach Steuern betrug 1,4 Mio. Euro und entspricht damit gerundet exakt dem Vorjahreswert.
Geschäftsführung und Aufsichtsrat schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss 2024 in Höhe von 1.381.041,60 Euro mit dem Gewinnvortrag per 01.01.2024 von 8.840.385,77 Euro zum Bilanzgewinn von 10.221.427,37 Euro zu addieren und auf neue Rechnung vorzutragen.
Die dpa betreibt neben ihrem Kerngeschäft eine Vielzahl von Geschäftsbereichen und neuen Geschäftsfeldern in selbständigen Tochtergesellschaften. Aufgrund der gewählten Struktur ist das Ergebnis der dpa in hohem Maße abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung und den damit verbundenen Ergebnisbeiträgen der i.d.R. über Gewinnabführungsverträge verbundenen Tochtergesellschaften sowie weiteren Beteiligungen. Im Jahr 2024 erzielten sie abermals hohe Jahresüberschüsse und lieferten insgesamt einen Ergebnisbeitrag ab, der mit 19,7 Mio. Euro (Vorjahr: 19,4 Mio. Euro) einen neuen Höchstwert markiert.
Im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags steuerte die news aktuell GmbH mit 10,3 Mio. Euro die größte Einzelsumme zum Erfolg der dpa-Gruppe bei. Der Rückgang des Jahresergebnisses wurde dabei gleichermaßen durch die schwierige Marktlage in einem wettbewerbsintensiven Umfeld und damit erstmals stagnierenden Umsätzen, aber auch durch Einmalaufwendungen im Zuge der Erneuerung der technischen Infrastruktur und des Produktportfolios belastet.
Der dpa Picture-Alliance GmbH gelang es 2024 erneut, im wettbewerbsintensiven Bildmarkt den Umsatz zu steigern und die Erlöse im Bereich der Rechteverfolgung sogar unerwartet deutlich auszubauen. Verbunden mit einem konsequenten Kostenmanagement konnte damit ein Beitrag zum Konzernergebnis erzielt werden, der mit 3,1 Mio. Euro nahezu doppelt so hoch ausfiel wie im Vorjahr.
Die Grafiktochter dpa-infografik GmbH konnte in einem weiterhin schwierigen Markt das Umsatzniveau des Vorjahres behaupten und so erneut ein positives und sogar knapp über dem Vorjahreswert liegendes Jahresergebnis von 70 TEuro erzielen.
Das Geschäftsjahr der dpa-infocom GmbH war geprägt von der geplanten Verlagerung der Digitalredaktion und der damit verbundenen Übergabe der Produktgruppe der „WebLines“ zur dpa GmbH zum 01.07.2024. Die infocom konnte das Jahr dennoch mit einem um 0,7 Mio. Euro über Plan liegenden Ergebnis abschließen, wofür insbesondere die Einheiten Faktencheck sowie Datenprodukte und -projekte verantwortlich zeichnen. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung betrug 3,1 Mio. Euro und erreichte damit nahezu Vorjahresniveau.
Die Dienstleistungsgesellschaft dpa-IT Services GmbH schloss das Geschäftsjahr durch nicht bzw. nur mit mehrmonatiger Verzögerung besetzte Planstellen deutlich unter Plan, aber dennoch auf einem etwas höheren Niveau als im Vorjahr ab, die Rufa Rundfunk-Agenturdienste GmbH und dpa English Services GmbH auf etwa gleichem Niveau. Der betriebliche Aufwand und damit das Ergebnis der dpa-IT wurde neben den zeitweilig unbesetzten Stellen auch von einer strukturellen Veränderung der Geschäftsführung und einem moderaten Tarifabschluss positiv beeinflusst.
Die Rufa und die English Services waren vor allem geprägt durch eine kontinuierliche Fortführung der Geschäftsaktivitäten auf nahezu gleichbleibendem Kostenniveau.
Der dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH, an der die dpa GmbH mit 76 % beteiligt ist, gelang es im abgelaufenen Jahr trotz eines angespannten Marktumfeldes, den Umsatz mit 5,1 Mio. Euro leicht zu erhöhen und dabei auch den Gewinn um 0,1 Mio. Euro auf nun 0,9 Mio. Euro zu steigern.
Die mecom Medien-Communikations-Gesellschaft mbH (50 % unmittelbare dpa-Beteiligung und 10 % mittelbare Beteiligung) konnte das durch erhebliches Projektgeschäft im Geschäftsfeld der geschützten Netze geprägte Umsatzniveau der Vorjahre in Summe nicht halten. Erfreulicherweise gelang es aber durch die Inbetriebnahme von zentralen Produktkomponenten und zusätzlichen Feststationen, die nachhaltigeren MoWas-Betriebserlöse um über 1 Mio. Euro gegenüber 2023 zu steigern. Die mecom erreichte damit einen ordentlichen Jahresüberschuss von 1,3 Mio. Euro, blieb aber unter dem Strich erwartungsgemäß deutlich unter dem Vorjahreswert von 1,8 Mio. Euro.
Die awp Finanznachrichten AG (50 % dpa-Beteiligung) entwickelte sich 2024 abermals sehr positiv. Die zu beobachtenden Veränderungen der schweizerischen Finanzbranche waren zwar spürbar, aber es gelang abermals, das Jahr mit einem kleinen Umsatzwachstum und einem auf Vorjahresniveau liegenden Gewinn von 1,8 Mio. CHF abzuschließen.
Die news aktuell (Schweiz) AG musste dagegen einen Umsatzrückgang hinnehmen und konnte verbunden mit Einmalaufwendungen für die Neuaufstellung der Unternehmensleitung das Ergebnis des Vorjahres nicht halten. Nach 0,5 Mio. CHF betrug der Überschuss 2024 nunmehr nur noch 0,3 Mio. CHF.