Den gestiegenen Ausgaben für Gehaltszahlungen und Sozialabgaben aufgrund eines spürbaren Anstiegs der Beschäftigtenzahlen sowie erhöhten Rückstellungen für Abfindungen, Freistellungen, Pensionszahlungen und Urlaubstage steht im Saldo eine um 4,0 Mio. Euro geringere Sonderzuführung zur dpa-Unterstützungskasse gegenüber. Der Stellenaufbau ist im Wesentlichen auf eine Aufstockung in der Custom-Content-Redaktion und fünf zusätzliche Volontariatsplätze zurückzuführen. Zudem konnten durch nochmals verbesserte Recruitment-Maßnahmen im Verlauf von 2023 vermehrt freie Planstellen erfolgreich besetzt werden.
In Zeiten von Kriegen und Krisen sowie zunächst auch noch einer hohen Inflationsrate muss verstärktes Augenmerk des Unternehmens auf den psychischen Belastungen der Teams der dpa liegen. In Zusammenarbeit mit dem TÜV Nord wurde – und wird auch künftig – Beschäftigten Unterstützung bei der Bewältigung dieser Belastung angeboten. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang auch die Vorbereitungen für die geplante Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung, die im 1. Halbjahr 2024 gruppenweit durchgeführt werden wird.
Die fortschreitende Digitalisierung der redaktionellen Produktionsprozesse führt zudem dazu, dass bislang nachgelagerte Prozesse künftig Bestandteil der allgemeinen Meldungserstellung sein werden. Aus diesem Grunde wird die Digitalredaktion der dpa infocom GmbH zum 30. Juni 2024 aufgelöst. Mit den erforderlichen Vorbereitungen wurde bereits 2023 begonnen. In diesem Zusammenhang wurde eine auch konzerninterne digitale Jobbörse aufgebaut.
Die Zahl der Beschäftigten stieg im Jahresdurchschnitt auf nunmehr 716 (Vorjahr: 697). Darüber hinaus wurden durchschnittlich 78 (Vorjahr: 99) Aushilfen beschäftigt. Der Anteil der weiblichen Mitarbeitenden im Unternehmen hat sich leicht erhöht und liegt nun bei rund 52 %. Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten erhöhte sich auf 159 (Vorjahr: 157).
Die Abschreibungen liegen mit 2,8 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen trotz Wegfall des Sonderaufwands für die Olympischen Winterspiele und die Fußball-Weltmeisterschaft um 0,8 Mio. Euro auf 25,6 Mio. Euro. Dabei spielten die gestiegenen technischen Entwicklungs- und Betriebskosten zur Beschleunigung wesentlicher Innovationsprojekte der Agentur und für bauliche Maßnahmen am Standort Hamburg und Berlin eine wesentliche Rolle.
Das Finanzergebnis betrug 19,5 Mio. Euro nach 17,9 Mio. Euro im Vorjahr und stieg damit um etwa 8,7 %. Neben höheren Ergebnisbeiträgen der Tochtergesellschaften und Beteiligungen mit einem Plus von insgesamt 0,7 Mio. Euro konnten parallel dazu auch die Abschreibungen auf Finanzanlagen im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Beteiligung sowie unrealisierten Kursverlusten aus der Bewertung von Wertpapieren des Anlagevermögens im Vorjahr wieder deutlich zurückgeführt werden.
Das Vorjahr war im Gegensatz zum laufenden Jahr mit Ertragsteuern von 0,7 Mio. Euro belastet.
Daraus resultierte ein Ergebnis vor Steuern von 1,4 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss nach Steuern betrug ebenfalls 1,4 Mio. Euro und lag damit 0,2 Mio. Euro über dem Vorjahreswert.