Geschäftsbericht
2022
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Den erhöhten Ausgaben für Gehaltszahlungen und Sozialabgaben aufgrund eines spürbaren Anstiegs der Beschäftigtenzahlen und einer Anpassung der Gehälter zu Beginn des Jahres steht im Saldo eine um 0,5 Mio. Euro geringere Sonderzuführung zur dpa-Unterstützungskasse gegenüber. Der deutliche Stellenaufbau beruht im Kern auf der Verschmelzung von Zentralbild auf die dpa (+20) sowie dem Ausbau des Geschäftsbereichs Custom Content (+10).

Anders als erhofft, brachte 2022 noch nicht die große Wende in der Pandemie. So konnten die zum Teil schon im Sinne der „Neuen Arbeitswelten“ umgestalteten Büroräume leider zu oft noch nicht im vollen Umfang genutzt werden. Immerhin konnten die Tarifverhandlungen bei einer Tochtergesellschaft schon wieder in Präsenz stattfinden. Ein Umstand, der sicherlich mit dazu beigetragen hat, dass es noch im Dezember zu einem Abschluss gekommen ist.

Die Zahl an lukrativen, aber nur kurz laufenden Aufträgen stieg im Berichtsjahr merklich an. Das führte zu deutlich veränderten Anforderungen an den HR-Bereich. Um der im Rahmen dieser Projekte bestehenden Notwendigkeit, mit kurzen Vorlaufzeiten Personal mit projektbezogen wechselnden Fähigkeiten und Kenntnissen zu rekrutieren, temporär zu begegnen, wurde bereits im Vorjahr eine Recruiting-Einheit aufgebaut. Dabei zeigten sich auch erste positive Auswirkungen der Maßnahmen, „dpa“ als Arbeitgeber-Marke auszubauen, insbesondere im Bereich Social Media sowie im Rahmen eines ersten erfolgreichen Messeauftritts als Aussteller beim jährlichen „OMR Festival“ (Online Marketing Rockstars Festival) für digitales Marketing und Technologie. In der Folge konnte eine signifikante Steigerung der Anzahl an geeigneten Bewerbungen festgestellt werden.

Die Zahl der Beschäftigten stieg im Jahresdurchschnitt auf nunmehr 697 (Vorjahr: 660). Der Anteil der weiblichen Mitarbeiter im Unternehmen hat sich kaum verändert und liegt nach wie vor bei etwas mehr als 50 %. Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten erhöhte sich auf 157 (Vorjahr: 143).

Die Abschreibungen betragen 2,7 Mio. Euro und liegen damit 0,1 Mio. Euro über dem Vorjahreswert.  

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 2,7 Mio. Euro auf 24,8 Mio. Euro. Dabei spielten neben dem Sonderaufwand für die Olympischen Winterspiele und die Fußball-Weltmeisterschaft insgesamt wieder spürbar anziehende Reisekosten eine große Rolle. Maßgeblich für den hohen Anstieg waren aber insbesondere die planmäßig um über 1,8 Mio. Euro gestiegenen technischen Entwicklungs- und Betriebskosten zur Beschleunigung wesentlicher Innovationsprojekte der Agentur und für bauliche Maßnahmen am Standort Hamburg.

Das Finanzergebnis betrug 17,9 Mio. Euro nach 18,7 Mio. Euro im Vorjahr und sank damit um etwa rund 4 %. Dabei blieben sowohl die Erträge aus Beteiligungen als auch die Ergebnisbeiträge der Tochtergesellschaften mit EAV ebenso konstant wie die Zinserträge aus Wertpapieren. Der Rückgang basiert im Wesentlichen aus einer im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Beteiligung stehenden Buchwertabschreibung sowie unrealisierten Kursverlusten aus der Bewertung von Wertpapieren des Anlagevermögens.

Daraus resultierte ein Ergebnis vor Steuern von 1,9 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss nach Steuern betrug 1,2 Mio. Euro und lag damit 0,8 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.