Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme erhöhte sich um 2,7 Mio. Euro auf 59,9 Mio. Euro (Vorjahr 57,2 Mio. Euro).
Auf der Aktivseite sanken durch planmäßige Abschreibungen die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen um 0,4 Mio. Euro auf 14,8 Mio. Euro (Vorjahr 15,2 Mio. Euro). Die Finanzanlagen veränderten sich gegenüber Vorjahr um 0,3 Mio. Euro und sanken auf 8,9 Mio. Euro (Vorjahr 9,2 Mio. Euro). Geringere Beteiligungswerte resultierten aus einer Abschreibung auf den Buchwertansatz der nma 2 Beteiligungs-GmbH & Co. KG (–0,2 Mio. Euro), dem Verkauf der Anteile an der next media accelerator Management GmbH sowie der Verschmelzung der dpa-digital services GmbH mit der dpa zum 01.01.2021 (–0,1 Mio. Euro).
Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Saldo um 3,0 Mio. Euro, geprägt durch den Anstieg der gehaltenen Wertpapiere (+1,7 Mio. Euro). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen ebenfalls um 0,8 Mio. Euro, das Guthaben bei Kreditinstituten um 0,5 Mio. Euro.
Auf der Passivseite wirkten sich im Wesentlichen der Anstieg des Eigenkapitals und gestiegene Rückstellungen erhöhend auf die Bilanzsumme aus. Die Zunahme des Eigenkapitals auf 43,8 Mio. Euro ist dabei vollständig auf den Jahresüberschuss in Höhe von 2,0 Mio. Euro zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 73,1 % (Vorjahr 73,0 %).
Im Berichtsjahr ergab sich abweichend zum Vorjahr eine Steuerrückstellung von EUR 0,2 Mio. Die Pensions- und sonstigen Rückstellungen lagen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für eine tarifliche Einmalzahlung, weitere Personalaufwendungen, Prozessrisiken und ausstehende Rechnungen. Leicht erhöhte Verbindlichkeiten von 5,6 Mio. Euro (Vorjahr 5,4 Mio. Euro) resultieren vor allem aus einem Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um 0,8 Mio. Euro, während die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um knapp 0,6 Mio. Euro sanken.
Mit liquiden Mitteln (einschließlich kurzfristig realisierbarer Wertpapiere) in Höhe von 25,4 Mio. Euro (Vorjahr 23,2 Mio. Euro) besteht eine nach wie vor solide finanzielle Basis. Das langfristig gebundene Anlagevermögen ist weiterhin vollständig durch Eigenkapital gedeckt.
Für das Geschäftsjahr 2021 ergab sich ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (inklusive Erträgen aus Ergebnisabführungen und Beteiligungen) in Höhe von 4,1 Mio. Euro (Vorjahr 9,2 Mio. Euro).
Die Investitionssumme (ohne Finanzanlagen) fiel gegenüber dem Vorjahr mit 2,3 Mio. Euro (Vorjahr 2,2 Mio. Euro) etwas höher aus, wobei der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit des abgeschlossenen Geschäftsjahres erneut in der Weiterentwicklung einzelner Module unserer Redaktions- und ERP-Systeme, dem Ausbau des Bildportals und in Ersatzbeschaffungen der Betriebs- und Geschäftsausstattung lag.
4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Entlang unserer Unternehmensstrategie wurden das interne Steuerungssystem ausgerichtet und geeignete Kontrollgrößen definiert. Die dpa unterscheidet dabei zwischen finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Zu den finanziellen Steuerungsgrößen gehören die nachhaltige Steigerung der Profitabilität und damit verbunden auch die Steigerung des Unternehmenswertes. Bei der Ertragskraft sind Umsatz und Jahresüberschuss die wichtigsten Ziel- und Steuerungsgrößen.
Bei den nichtfinanziellen Leistungskennzahlen sind Daten, wie die Entwicklung der Beitragsmengen, wichtige Steuerungsmerkmale. Ergänzend müssen die vom Markt gewünschten Änderungen hin zu längeren Beiträgen sowie Beiträgen mit ausgeprägtem Erkläranteil – also zeitaufwendigen Beiträgen – berücksichtigt werden.
Die Entwicklung der Beitragsmengen 2021 spiegelt erneut die Sondereinflüsse durch die Pandemie wider. 2020 war das Jahr 1 der Corona-Pandemie, und der Bedarf an schnellen Nachrichten mit Bezug zu diesem Thema war hoch. Das zeigte sich auch im Anstieg der Beitragsmenge auf 195.000. Dazu zählte u. a. auch ein deutliches Plus an sehr kurzen Breaking-News-Meldungen – sogenannte Eilmeldungen – auf rund 1.500. Im Pandemiejahr 2 ging die Zahl dieser Eilmeldungen um rund 30 % wieder auf das Niveau der Jahre vor 2020 zurück. Ebenfalls rückläufig war die Beitragsmenge insgesamt auf 187.000 Beiträge. Das Corona-Thema dominierte zwar weiter, hatte aber nicht mehr so oft den Breaking-News-Charakter des Vorjahres.
Gleichwohl blieb der Bedarf an sehr langen Texten (ab 80 Agenturzeilen) gleich hoch und wurde auch auf dem Vorjahresniveau von 2.500 Beiträgen angeboten. Texte mit stärker erklärendem Anteil blieben gerade zum Themenkomplex Corona gefragt. Die breite Print-Nutzung auf Kundenseite (20, 30 oder mehr Abdrucke) für Texte mit Erklärung und Einordnung lag erneut etwas über dem Vorjahr bei rund 3.000 Beiträgen (2.800). Ein Teil dieses Anstiegs ist von einer Sonderauswertung im Sport im vierten Quartal 2021 beeinflusst. Die digitale Nutzung ist bisher noch schwer messbar, allerdings korrespondiert der Trend mit der Print-Nutzung.
Im Fotobereich legte der Output 2021 zu: Das Bildfunk-Angebot stieg von 342.000 auf rund 362.000. Das Plus von rund 20.000 Bildern geht mit einem Zuwachs von rund 11.500 auf den internationalen und mit 8.500 auf den nationalen Bildfunk zurück.