Die dpa betreibt neben ihrem Kerngeschäft eine Vielzahl von Geschäftsbereichen und neuen Geschäftsfeldern in selbständigen Tochtergesellschaften. Aufgrund der gewählten Struktur ist das Ergebnis der dpa in hohem Maße abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung und den damit verbundenen Ergebnisbeiträgen der i.d.R. über Gewinnabführungsverträge verbundenen Tochtergesellschaften sowie weiterer Beteiligungen. Im Jahr 2021 erzielten sie abermals hohe Jahresüberschüsse und lieferten insgesamt einen Ergebnisbeitrag ab, der mit 18,8 Mio. Euro (Vorjahr: 15,7 Mio. Euro) einen neuen Höchstwert markierte.
Im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags steuerte die news aktuell GmbH mit 9,8 Mio. Euro die größte Summe zum Erfolg der dpa-Gruppe bei. Die deutliche Steigerung des Jahresergebnisses wurde dabei gleichermaßen durch die Performance der beiden Kerngeschäftsbereiche ots-Verbreitung und zimpel, aber auch durch ein striktes Kostenmanagement und Corona-bedingte Einspareffekte positiv beeinflusst.
Der dpa Picture-Alliance GmbH gelang es 2021 erneut, im wettbewerbsintensiven Bildmarkt ein ordentliches Ergebnis zu erzielen. Dieses lag zwar mit 2,1 Mio. Euro etwas unter dem Vorjahresbetrag von 2,3 Mio. Euro, beinhaltet aber auch erhöhte Aufwendungen für den Ausbau der Bild-Datenbank aufgrund gestiegener Bildmengen und der zunehmenden Produktion von Bewegtbild-Angeboten.
Die Fotoagentur Zentralbild GmbH hat die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kultur- und Unterhaltungsbranche sowie den Sport erneut zu spüren bekommen, konnte ihr Jahresergebnis aber dennoch leicht verbessern und einen Gewinn von 0,1 Mio. Euro ausweisen.
Die Grafiktochter dpa-infografik GmbH konnte in einem weiterhin schwierigen Markt das Umsatz- niveau des Vorjahres erwartungsgemäß nicht ganz behaupten und bleibt auch mit einem Ergebnis von abgerundet 0,1 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahreswert.
Der dpa-infocom GmbH gelang es, das bereits sehr gute Ergebnisniveau des Vorjahres auch im Geschäftsjahr 2021 nochmals zu steigern und im Wesentlichen getrieben durch die eigenen Produktinnovationen im Bereich Datenprodukte und Faktenchecks bei moderatem Ausbau der Produktionskapazitäten einen Jahresgewinn von knapp 4,0 Mio. Euro zu erzielen.
Die Dienstleistungsgesellschaften dpa-IT Services GmbH und Rufa Rundfunk-Agenturdienste GmbH schlossen das Geschäftsjahr durch Ausbau ihres Geschäftsvolumens auf einem etwas höheren Niveau ab als im Vorjahr, bei der IT GmbH im Wesentlichen beeinflusst durch die Bündelung von Aktivitäten der dpa-Gruppe und Übernahme der entsprechenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Konzerngesellschaften, bei der Rufa GmbH geprägt durch die Integration des Personals der zugekauften Videoeinheit von TeleNewsNetwork.
Anders sah es bei der English Services GmbH aus, deren Geschäftsergebnis, im Wesentlichen beeinflusst von der Neuausrichtung und Straffung des Englischen Dienstes, im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückging.
Der dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH, an der die dpa mit 76 % beteiligt ist, gelang es im abgelaufenen Jahr trotz eines angespannten Marktumfeldes, den Umsatz mit 4,9 Mio. Euro leicht zu erhöhen und dabei auch den Gewinn des Vorjahres auf nun 0,7 Mio. Euro zu steigern.
Die mecom Medien-Communikations-Gesellschaft mbH (50 % unmittelbare dpa-Beteiligung und 10 % mittelbare Beteiligung) konnte einen deutlichen Umsatzanstieg, speziell im Wachstumsfeld der geschützten Netze, verzeichnen. Dabei erhöhten sich zum einen die Erlöse aus dem Projektgeschäft, erfreulicherweise aber auch die nachhaltigeren Betriebserträge. In Verbindung mit einigen Einspareffekten aus der Corona-Krise erreichte die mecom einen Jahresüberschuss von über 1,8 Mio. Euro und setzte damit im Vergleich zu den Vorjahren erneut eine Bestmarke.
Die dpa-digital services GmbH, die in den Vorjahren zwar positive, aber stagnierende Ergebnisse auf niedrigem Niveau erwirtschaftet hat, wurde 2021 im Zuge einer Verschmelzung in die dpa-Muttergesellschaft integriert und wird nun künftig dort als eigenständiges Profit-Center geführt.
Die beiden Beteiligungen in der Schweiz, die awp Finanznachrichten AG (50 % dpa-Beteiligung) und die news aktuell (Schweiz) AG (100 % news aktuell GmbH-Beteiligung), entwickelten sich 2021 abermals sehr positiv.
In der Schweizer Finanzbranche waren weiterhin Marktveränderungen, insbesondere im Bankensektor, zu beobachten, in den Geschäftszahlen von awp zeigten diese aber praktisch keinerlei negative Auswirkungen. Es ist gelungen, den Umsatz auf hohem Niveau stabil zu halten und das Jahr mit einem Gewinn von 1,8 Mio. CHF auf Vorjahreshöhe abzuschließen.
Die news aktuell (Schweiz) AG musste dagegen einen kleinen Umsatzrückgang von 0,1 Mio. CHF hinnehmen, konnte aber aufgrund von Kosteneinsparungen, die teils auch pandemiebedingt waren, das Ergebnis des Vorjahres halten und erneut einen Überschuss von 0,7 Mio. CHF erwirtschaften.