Geschäftsbericht
2021
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Leider verhinderte die Pandemie in 2021 weiterhin eine Normalisierung der Rahmenbedingungen. Auch in diesem Jahr mussten neben den beruflichen Herausforderungen zusätzlich die Corona-bedingten Belastungen bewältigt werden. So konnte die geplante Rückkehr in die Büros ebenso wenig stattfinden wie die für eine Revitalisierung der persönlichen Kontakte notwendigen Präsenz-Veranstaltungen. 

Festzuhalten ist, dass unsere Präventionskonzepte gut funktioniert haben. Dazu gehörten auch die von uns unterstützten betrieblichen Impfkampagnen. Erwähnenswert ist zudem, dass trotz der angespannten Rahmenbedingungen auch in diesem Jahr Kurzarbeit vermieden werden konnte.

Im März wurde die Konzernbetriebsvereinbarung „Neue Arbeitswelten“ abgeschlossen. Diese dient als Grundlage sowohl für das mobile Arbeiten als auch für die neuen Bürokonzepte, unter anderem den Shared-Desk-Ansatz. Erste Büroflächen konnten schon, diesen Ansatz aufgreifend, umgestaltet werden. Wie dieser Ansatz umgesetzt werden kann, ist aktuell am Hamburger Standort zu erleben. 

Eine weitere Herausforderung stellten die Tarifverhandlungen dar, die besonders das Ende des zweiten Halbjahres prägten. Sie mussten fast ausschließlich online stattfinden. Betroffen waren neben der dpa-Muttergesellschaft die Newsroom-Tochtergesellschaften und die picture alliance. Trotz der am Anfang extremen Forderungen konnten kurz vor dem Jahreswechsel für alle beteiligten Gesellschaften interessengerechte Abschlüsse erzielt werden.

Die sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung und Gewinnung neuer Aufträge hat im Jahr 2021 zu einem signifikanten Anstieg der Recruiting-Verfahren geführt. In 2022 wird sich dieser Trend voraussichtlich noch verstärken. Um den steigenden Anforderungen an das Recruiting erfolgreich zu begegnen, hat sich im Rahmen eines Mitte 2021 gestarteten Pilotprojekts gezeigt, dass der begonnene Aufbau einer zentralen Konzern-Recruiting-Unit im HR-Bereich positive Wirkungen erzielt. Insbesondere haben die Maßnahmen „Active Sourcing“ und die Eröffnung neuer Recruitingkanäle via Social Media schnell Erfolge gezeigt. So konnten nachweislich die Recruitingkosten gesenkt, die Anzahl geeigneter Bewerbungen gesteigert und offene Stellen schneller besetzt werden. Daher werden wir diese Wege weiter ausbauen und damit gleichzeitig die Arbeitgebermarke/„Employer Branding“ nachhaltig stärken. 

Die Zahl der Beschäftigten sank im Jahresdurchschnitt auf nunmehr 660 (Vorjahr: 669). Der Anteil der weiblichen Mitarbeiter im Unternehmen hat sich leicht erhöht und liegt nun bei etwas mehr als 50 %. Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten blieb mit 143 unverändert.

Die Abschreibungen betragen 2,6 Mio. Euro und liegen damit 0,2 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.  

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 2,4 Mio. Euro auf 22,1 Mio. Euro. Dabei spielten auch hier die Aufwendungen für die Fußball-Europameisterschaft sowie die Olympischen Sommerspiele eine wesentliche Rolle, aber insbesondere die planmäßig um über eine Million Euro gestiegenen technischen Entwicklungs- und Betriebskosten zur Beschleunigung wesentlicher Inno­vationsprojekte der Agentur, Einmalaufwendungen für bauliche Maßnahmen am Standort Hamburg sowie leicht erhöhte Rückstellungen für Prozessrisiken.

Das Finanzergebnis betrug 18,7 Mio. Euro nach 15,5 Mio. Euro im Vorjahr und stieg damit um etwa 21 %. Neben deutlich höheren Ergebnisbeiträgen der Tochtergesellschaften mit EAV, hier insbesondere news aktuell und dpa-infocom, konnten parallel dazu auch die Buchwertabschreibungen im Berichtsjahr gesenkt werden. Die Zinserträge weisen einen leichten Anstieg um 0,1 Mio. Euro aus, während der Zinsaufwand mit 0,1 Mio. Euro nahezu unverändert geblieben ist. 

Daraus resultierte ein Ergebnis vor Steuern von 2,6 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss nach Steuern betrug 2,0 Mio. Euro und lag damit 0,4 Mio. Euro über dem Vorjahreswert.

Geschäftsführung und Aufsichtsrat schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss 2021 in Höhe von 2.039.468,03 Euro mit dem Gewinnvortrag per 01.01.2021 von 4.268.472,52 Euro ­zum Bilanzgewinn von 6.307.940,55 Euro zu addieren und auf neue Rechnung vorzutragen.