Geschäftsbericht
2020
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Vermögens- und Finanzlage


Die Bilanzsumme erhöhte sich um 3,5 Mio. Euro auf 57,2 Mio. Euro (Vorjahr 53,7 Mio. Euro). 

Auf der Aktivseite sanken die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen durch planmäßige Abschreibungen um 0,7 Mio. Euro auf 15,2 Mio. Euro – hierin ist auch die erstmalige Aktivierung des Mar­ken­werts aus dem Asset-Deal mit der TeleNewsNetwork GmbH (TNN) in Höhe von 0,4 Mio. Euro enthalten. Die Finanzanlagen veränderten sich gegenüber Vorjahr um 3,0 Mio. Euro und sanken von 12,2 Mio. Euro auf ­­9,2 Mio. Euro. Geringere Beteiligungswerte resultierten aus einer Abschreibung auf den Restbuchwert der Contiago GmbH (–0,1 Mio. Euro) und dem Buchwertansatz der nma 2 Beteiligungsgesellschaft (–0,2 Mio. Euro) sowie aus dem Anteilsverkauf der news aktuell (Schweiz) AG an die dpa-Tochtergesellschaft news aktuell GmbH (–2,7 Mio. Euro).

Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Saldo um 7,0 Mio. Euro, im Wesentlichen geprägt durch den Anstieg der gehaltenen Wertpapiere (+11,3 Mio. Euro). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken hingegen um 3,2 Mio. Euro, das Guthaben bei Kreditinstituten um 1,2 Mio. Euro.

Auf der Passivseite wirkten sich insbesondere der Anstieg des Eigenkapitals und gestiegene Rückstellungen erhöhend auf die Bilanzsumme aus. Die Zunahme des Eigenkapitals auf 41,7 Mio. Euro ist dabei vollständig auf den Jahresüberschuss in Höhe von 1,6 Mio. Euro zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanz­stichtag 73,0 % (Vorjahr 74,7 %).

Die Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um rund 1,3 Mio. Euro, was im Wesentlichen mit einem Anstieg der Rückstellungen für den anhaltenden Umbau der Redaktionsstrukturen, höher bewerteten Prozess­risiken sowie einem erhöhten Aufkommen an aus­stehenden Rechnungen zusammenhing. Höhere Ver­bindlichkeiten von 5,4 Mio. Euro (Vorjahr 5,0 Mio. Euro) resultieren vor allem aus einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 0,3 Mio. Euro sowie höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 0,7 Mio. Euro. Im Gegenzug sanken die sonstigen Verbindlichkeiten um 0,6 Mio. Euro.

Mit liquiden Mitteln (einschließlich kurzfristig realisier­barer Wertpapiere) in Höhe von 23,2 Mio. Euro (Vorjahr 13,0 Mio. Euro) besteht eine nach wie vor solide finanzielle Basis. Das langfristig gebundene Anlagevermögen ist weiterhin vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

Für das Geschäftsjahr 2020 ergab sich ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (inklusive Erträgen aus Ergebnisabführungen und Beteiligungen) in Höhe von 9,2 Mio. Euro (Vorjahr 4,1 Mio. Euro). 

Die Investitionssumme (ohne Finanzanlagen) fiel gegenüber dem Vorjahr mit 2,2 Mio. Euro (Vorjahr 2,6 Mio. Euro) leicht geringer aus, wobei der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit des abgeschlossenen Geschäftsjahres erneut in der Weiterentwicklung einzelner Module unserer Redaktions- und ERP-Systeme, dem Ausbau des Bildportals und in Ersatzbeschaffungen der Betriebs- und Geschäftsausstattung lag.


4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren


Entlang unserer Unternehmensstrategie wurde das interne Steuerungssystem ausgerichtet, und geeignete Kontrollgrößen wurden definiert. Die dpa unterscheidet dabei zwischen finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Zu den finanziellen Steuerungsgrößen gehören die nachhaltige Steigerung der Profitabilität und damit verbunden auch die Steigerung des Unternehmenswertes. Bei der Ertragskraft sind Umsatz und Gewinn die wichtigsten Ziel- und Steuerungsgrößen. 

Bei den nichtfinanziellen Leistungskennzahlen sind Daten wie die Entwicklung der Beitragsmengen wichtige Steuerungsmerkmale. Ergänzend müssen die vom Markt gewünschten Änderungen hin zu längeren Beiträgen sowie Beiträgen mit ausgeprägtem Erkläranteil – also zeitaufwendigen Beiträgen – berücksichtigt werden. 

Die Entwicklung der Beitragsmengen im Jahr 2020 spiegelt die Sondereinflüsse durch die Corona-Pandemie wider. Die Beitragsmenge stieg 2020 auf 195.000 (Vorjahr 190.000). Hier machte sich der Bedarf an schnellen Nachrichten mit Bezug zum Corona-Thema bemerkbar. Ähnlich verlief die Entwicklung im Fotobereich: Die Zahl der dpa-Bildfunk-Angebote stieg von rund 337.700 auf rund 342.000.

Die Zahl langer Texte (ab 80 Agenturzeilen) stieg auf knapp 2.500 (Vorjahr 2.200). Auch das ist u. a. als Corona-Effekt zu werten, stärkere erklärende Anteile in der Berichterstattung waren gefragt. Die breite Print-Nutzung auf Kundenseite (20, 30 oder mehr Abdrucke) für Texte mit Erklärung und Einordnung lag wie im Vorjahr bei 2.800 Beiträgen. Die digitale Nutzung ist bisher noch schwer messbar, allerdings korrespondiert der Trend mit der Print-Nutzung.