Geschäftsbericht
2020
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Die Zahl der Beschäftigten sank im Jahresdurchschnitt leicht auf nunmehr 669 (Vorjahr: 673). Der Anteil der weiblichen Mitarbeiter im Unternehmen hat sich leicht erhöht und liegt nun bei etwas mehr als 50 Prozent. Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten blieb mit 143 nahezu unverändert.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betragen 2,9 Mio. Euro und erhöhten sich damit um 0,2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreswert.  

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 0,4 Mio. Euro auf 19,7 Mio. Euro. Dabei spielte auch hier die Absage von sportlichen Großveranstaltungen, ein überproportionaler, coronabedingter Rückgang der sonstigen Reise- und Veranstaltungskosten, aber auch gezielte Einsparungen bei den Kommunikations-, Transport- und Werbekosten eine wesentliche Rolle. Gegenläufig, aber planmäßig stiegen die technischen Beratungs- und Betriebskosten zur Beschleunigung wesentlicher Innovationsprojekte an, und darüber hinaus wurde durch erhöhte Rückstellungen für Prozessrisiken sowie Wertberichtigungen auf Forderungen erneut einem konservativen Bilanzierungsansatz Rechnung getragen.

Das Finanzergebnis betrug 15,5 Mio. Euro und weist damit ein Plus von 1,0 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr aus. Neben höheren Ergebnisbeiträgen und Ausschüttungen von Tochtergesellschaften und Beteiligungen, insbesondere von news aktuell und mecom, konnten parallel dazu auch die hohen Buchwertabschreibungen des Vorjahres in Höhe von 0,8 Mio. Euro auf 0,3 Mio. Euro im Berichtsjahr gesenkt werden. Die Zinserträge weisen einen leichten Anstieg auf 0,2 Mio. Euro aus, während der Zinsaufwand mit 0,1 Mio. Euro nahezu unverändert geblieben ist.

Daraus resultierte ein Ergebnis vor Steuern von 1,7 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss nach Steuern betrug 1,6 Mio. Euro und lag damit 0,3 Mio. Euro über dem Vorjahreswert.

Geschäftsführung und Aufsichtsrat schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.611.255,80 Euro mit dem Gewinnvortrag per 01.01.2020 von 2.657.216,72 Euro zum Bilanz­gewinn von 4.268.472,52 Euro zu addieren und auf neue Rechnung vorzutragen.

Die dpa betreibt neben ihrem Kerngeschäft eine Vielzahl von Geschäftsbereichen und neuen Geschäftsfeldern in selbständigen, hundertprozentigen Tochtergesellschaften. Aufgrund der gewählten Struktur ist das Ergebnis der dpa in hohem Maße abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung und den damit verbundenen Ergebnisbeiträgen der i. d. R. über Gewinnabführungsverträge verbundenen Tochtergesellschaften sowie weiteren Beteiligungen. Im Jahr 2020 erzielten sie abermals hohe Jahresüberschüsse und lieferten insgesamt einen Ergebnisbeitrag ab, der mit 15,7 Mio. Euro (Vorjahr: 15,3 Mio. Euro) einen neuen Höchstwert markierte.

Im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags steuerte die news aktuell GmbH mit 7,6 Mio. Euro die größte Summe zum Erfolg der dpa-Gruppe bei. Die deutliche Steigerung des Jahresergebnisses wurde dabei gleichermaßen durch die Performance der beiden Kerngeschäftsbereiche ots-Verbreitung und zimpel, aber auch durch coronabedingte Einspareffekte, insbesondere bei den Reisekosten und im Veranstaltungsbereich, positiv beeinflusst.

Der dpa Picture-Alliance GmbH gelang es 2020 erneut – trotz massiver Umsatzausfälle aufgrund der Corona-Krise –, im wettbewerbsintensiven Bildmarkt ein Ergebnis über der 2-Millionen-Marke zu erzielen. Mit 2,3 Mio. Euro lag dies nur knapp unter dem Wert des Vorjahres. Dabei spielten zum einen – wie bereits im Vorjahr – positive Effekte aus der vertrieblichen und technischen Neuausrichtung der Gesellschaft eine Rolle, aber auch erneut steigende Erlöse aus der Rechteverfolgung und ein striktes Kostenmanagement trugen wesentlich zum unerwartet guten Ergebnis bei.

Die Fotoagentur Zentralbild GmbH hat die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kultur- und Unterhaltungsbranche sowie den Sport deutlich zu spüren bekommen und konnte nur sehr knapp ein positives Jahresergebnis erzielen. Hier werden die mittelfristigen Entwicklungen sehr genau beobachtet werden.

Die Grafiktochter dpa-infografik GmbH konnte in einem weiterhin schwierigen Markt das Umsatzniveau des Vorjahres erwartungsgemäß nicht behaupten und fällt beim Ergebnis nach dem Anstieg im letzten Jahr wieder um 0,1 Mio. Euro auf 0,2 Mio. Euro zurück.

Der dpa-infocom GmbH gelang es, das sehr gute Ergebnisniveau des Vorjahres auch im Geschäftsjahr 2020 zu bestätigen und im Wesentlichen getrieben durch die eigenen Produktinnovationen im Bereich Datenprodukte und Faktenchecks bei vorsichtigem Ausbau der Produktionskapazitäten einen Jahresgewinn von 2,7 Mio. Euro zu erzielen.  

Die Dienstleistungsgesellschaften dpa-IT Services GmbH (vormals dpa mediatechnology GmbH) und dpa English Services GmbH schlossen das Geschäftsjahr bei nahezu gleichbleibendem Geschäftsvolumen etwa auf Vorjahresniveau ab, während die Rufa Rundfunk-Agentur­dienste GmbH durch die Integration des Personals der zugekauften Videoeinheit von TeleNewsNetwork ihr Dienstleistungsgeschäft für die dpa-Muttergesellschaft um etwa 30 % ausgebaut hat.

Der dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH, an der die dpa mit 76 % beteiligt ist, gelang es im abgelaufenen Jahr, trotz eines angespannten Marktumfeldes, den Umsatz mit 4,7 Mio. Euro stabil zu halten und in Verbindung mit einem engagierten Kostenmanagement mit 0,6 Mio. Euro einen Gewinn auf Vorjahreshöhe zu erzielen.

Die mecom Medien-Communikations-Gesellschaft mbH (50 % unmittelbare dpa-Beteiligung und 10 % mittelbare Beteiligung) konnte einen deutlichen Umsatzanstieg, speziell im Wachstumsfeld der geschützten Netze, verzeichnen. In Verbindung mit einigen bereits im Vorjahr initiierten Restrukturierungsmaßnahmen und einmaligen Einsparungseffekten aus der Corona-Krise erreicht die mecom damit erstmals seit vielen Jahren wieder einen Jahresüberschuss von über 1 Mio. Euro und setzt mit einem Gewinn von 1,4 Mio. Euro eine neue Bestmarke.

Die dpa-digital services GmbH (50 % dpa-Beteiligung) konnte nach der mit Anlaufverlusten verbundenen Gründungsphase nun im vierten Jahr in Folge ein positives Ergebnis erwirtschaften, das angestrebte Umsatzwachstum blieb dabei aber erneut unter den Erwartungen und belegt ein nach wie vor herausforderndes Marktumfeld.

Die beiden Beteiligungen in der Schweiz, die awp Finanz­nachrichten AG (50 % dpa-Beteiligung) und die news aktuell (Schweiz) AG (seit 01/2020 100 % news aktuell-Beteiligung), entwickelten sich 2020 sehr positiv.

In der Schweizer Finanzbranche waren weiterhin Marktveränderungen, insbesondere im Bankensektor, zu be­ob­achten, in den Geschäftszahlen von awp zeigten diese aber praktisch keinerlei negative Auswirkungen. Es ist gelungen, den Umsatz auf hohem Niveau stabil zu halten und das Jahr mit einem leicht erhöhten Gewinn von 1,8 Mio. CHF abzuschließen.

Der news aktuell (Schweiz) AG gelang es, nach Beendigung der strukturellen und personellen Neuausrichtung in den beiden Vorjahren, im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl bei Umsatz als auch Ergebnis zuzulegen und mit 0,7 Mio. CHF einen sehr zufriedenstellenden Jahresüberschuss zu erwirtschaften.