Geschäftsbericht
2019
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Die Grafiktochter dpa-infografik GmbH konnte in einem weiterhin schwierigen Markt entgegen den Erwartungen sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis leicht zulegen und im Geschäftsjahr 2019 einen um 0,1 Mio. Euro verbesserten Gewinn von 0,3 Mio. Euro ausweisen.

Die Dienstleistungsgesellschaften dpa mediatechnology GmbH, Rufa Rundfunk-Agenturdienste GmbH und dpa English Services GmbH schlossen das Geschäftsjahr bei leicht gestiegenem Geschäftsvolumen etwa auf Vorjahresniveau ab.  

Der dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH, an der die dpa mit 76 % beteiligt ist, gelang es im abgelaufenen Jahr trotz eines angespannten Marktumfeldes, den Umsatz mit 4,7 Mio. Euro stabil zu halten und in Verbindung mit einem engagierten Kostenmanagement mit 0,6 Mio. Euro einen Gewinn auf Vorjahreshöhe zu erzielen.

Bei der mecom Medien-Communikations-Gesellschaft mbH (50 % unmittelbare dpa-Beteiligung und 10 % mittelbare Beteiligung) ging der Gesamtumsatz aufgrund der Beendigung eines zeitlich befristeten Großprojekts und der Einstellung des Geschäftsfelds „Anzeigenworkflow für Zeitschriften“ erwartungsgemäß um 0,9 Mio. Euro zurück, der Jahresüberschuss konnte aber aufgrund parallel sinkender Aufwendungen mit 0,7 Mio. Euro (Vorjahr 0,8 Mio. Euro) fast auf dem Niveau des Jahres 2018 gehalten werden.

Die dpa-digital services GmbH (50 % dpa-Beteiligung) konnte nach der mit Anlaufverlusten verbundenen Gründungsphase nun zum dritten Mal in Folge ein positives Ergebnis erwirtschaften, das Umsatzwachstum blieb dabei aber erneut unter den Erwartungen und belegt ein nach wie vor schwieriges und herausforderndes Marktumfeld.

Die beiden Beteiligungen in der Schweiz, die awp Finanznachrichten AG (50 % dpa-Beteiligung) und die news aktuell (Schweiz) AG (70 % dpa-Beteiligung, 30 % Beteiligung durch die news aktuell GmbH), entwickelten sich 2019 recht positiv.

Bei awp waren die zu beobachtenden Veränderungen in der schweizerischen Finanzbranche zwar spürbar, aber es gelang abermals, das Jahr mit einem Umsatzwachstum und einem fast auf Vorjahresniveau liegenden Gewinn in Höhe von 1,6 Mio. CHF abzuschließen.

Bei der news aktuell (Schweiz) AG konnte der Umsatz etwa auf Vorjahresniveau gehalten werden; durch die wegfallenden Einmalaufwendungen im Zuge der Neuausrichtung der Gesellschaft und damit einhergehende Kosteneffekte hat sich der Jahresüberschuss 2019 deutlich erhöht und liegt mit 0,5 Mio. CHF sogar leicht über den Erwartungen. 


Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 1,4 Mio. Euro auf 53,7 Mio. Euro (Vorjahr 52,3 Mio. Euro). 

Auf der Aktivseite sanken durch planmäßige Abschreibungen die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen um 0,1 Mio. Euro auf 15,9 Mio. Euro (Vorjahr 16,0 Mio. Euro). Die Finanzanlagen veränderten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Mio. Euro und sanken auf 12,2 Mio. Euro (Vorjahr 12,9 Mio. Euro). Geringere Beteiligungswerte resultierten aus einer Abschreibung auf den Buchwertansatz der Contiago GmbH (–0,8 Mio. Euro).

Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Saldo um 2,3 Mio. Euro, geprägt durch den Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 0,8 Mio. Euro, die Erhöhung der Wertpapierposition um 0,7 Mio. Euro sowie gestiegene Guthaben bei Kreditinstituten um 0,8 Mio. Euro.

Auf der Passivseite wirkten sich im Wesentlichen der Anstieg des Eigenkapitals und gestiegene Verbindlichkeiten erhöhend auf die Bilanzsumme aus. Die Zunahme des Eigenkapitals auf 40,1 Mio. Euro ist dabei fast vollständig auf den Jahresüberschuss in Höhe von 1,3 Mio. Euro zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 74,7 % (Vorjahr 74,5 %).

Die Rückstellungen blieben gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Höhere Verbindlichkeiten von 5,0 Mio. Euro (Vorjahr 4,7 Mio. Euro) resultieren im Wesentlichen aus einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 0,3 Mio. Euro sowie höheren Verbindlichkeiten aus Steuern um 0,2 Mio. Euro. Im Gegenzug sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 0,1 Mio. Euro.

Mit liquiden Mitteln (einschließlich kurzfristig realisier­barer Wertpapiere) in Höhe von 13,0 Mio. Euro (Vorjahr 11,4 Mio. Euro) besteht eine nach wie vor solide finanzielle Basis. Das langfristig gebundene Anlagevermögen ist weiterhin vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

Für das Geschäftsjahr 2019 ergab sich ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (inklusive Erträgen aus Ergebnisabführungen und Beteiligungen) in Höhe von 4,1 Mio. Euro (Vorjahr 3,6 Mio. Euro). 

Die Investitionssumme (ohne Finanzanlagen) blieb gegenüber dem Vorjahr mit 2,6 Mio. Euro nahezu unverändert, wobei der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit des abgeschlossenen Geschäftsjahres erneut in der Weiterentwicklung einzelner Module unserer Redaktions- und ERP-Systeme, dem Ausbau des Bildportals und in Ersatzbeschaffungen der Betriebs- und Geschäftsausstattung lag. 


4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Entlang unserer Unternehmensstrategie wurde das interne Steuerungssystem ausgerichtet, und geeignete Kontrollgrößen wurden definiert. Die dpa unterscheidet dabei zwischen finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Zu den finanziellen Steuerungsgrößen gehören die nachhaltige Steigerung der Profitabilität und damit verbunden auch die Steigerung des Unternehmenswertes. Bei der Ertragskraft sind Umsatz und Gewinn die wichtigsten Ziel- und Steuerungsgrößen. 

Bei den nichtfinanziellen Leistungskennzahlen sind Daten wie die Entwicklung der Beitragsmengen wichtige Steuerungsmerkmale. Ergänzend müssen die vom Markt gewünschten Änderungen hin zu längeren Beiträgen sowie Beiträgen mit ausgeprägtem Erkläranteil – also zeitaufwendigen Beiträgen – berücksichtigt werden. 

Die Beitragsmenge sank 2019 leicht auf 190.000 (Vorjahr 192.000). Die Zahl langer Texte (ab 80 Agenturzeilen) lag im Vergleichszeitraum bei 2.200 (Vorjahr 2.100). Die breite Nutzung auf Kundenseite (20, 30 oder mehr Abdrucke) für Texte mit Erklärung und Einordnung stabilisierte sich bei knapp 2.800 Beiträgen (Vorjahr 2.700). Die digitale Nutzung ist bisher noch schwer zu messen, allerdings korrespondiert der Trend mit der Print-Nutzung.