Geschäftsbericht
2019
19/48

Erfreulich entwickelten sich abermals die Umsätze der neuen Produktfelder mit einem erneuten Plus von 0,4 Mio. Euro. Die Custom-Content-Angebote, der dpa-Videoservice sowie die Technologiedienstleistungen konnten dabei teils deutliche Zuwächse erzielen.

Weitgehend stabil zeigten sich der Spezialdienst für Anzeigenblätter dpa-Avis und der europäische Spezial-dienst dpa Insight EU. Lediglich die fremdsprachigen Auslandssonderdienste konnten die Erlöserwartungen nicht erfüllen und fielen im Saldo hinter die Vorjahreswerte zurück.    

Die Erlöse für Technik und Übermittlung sanken erwartungsgemäß geringfügig, liegen aber nach wie vor bei 1,2 Mio. Euro. 

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich von 1,4 Mio. Euro auf 1,7 Mio. Euro, im Wesentlichen geprägt durch projektbezogene Fördermittel zweier EU-Institutionen.

Mit 94,6 Mio. Euro (Vorjahr: 94,4 Mio. Euro) ergab sich damit eine um 0,2 Mio. Euro gestiegene betriebliche Gesamtleistung.

Der Materialaufwand sank um 5,2 % bzw. 1,6 Mio. Euro auf 29,7 Mio. Euro, im Wesentlichen geprägt durch den Wegfall der Sonderaufwendungen für sportliche Großveranstaltungen in 2018, aber auch der Einmalaufwendungen für die Neuausrichtung  des Spanischen Dienstes. Die dabei erzielten Kosteneinsparungen konnten die gestiegenen Aufwendungen im Bereich der bezogenen IT-Dienstleistungen im Berichtsjahr überkompensieren.

Der Personalaufwand stieg im Gegensatz zum Vorjahr – in 2018 gab es keine tarifliche Gehaltserhöhung und keine Sonderzuführung zur dpa-Unterstützungskasse – im Jahr 2019 wieder spürbar an und verzeichnete mit 55,3 Mio. Euro einen Anstieg um 2,5 Mio. Euro.

Davon entfielen 1,5 Mio. Euro auf zyklisch höhere Zuführungen zur Unterstützungskasse, 0,4 Mio. Euro auf gestiegene Einmalaufwendungen für den anhaltenden Umbau der Redaktionsstrukturen und etwa 0,8 Mio. Euro auf die Auswirkungen der neuen Tarifverträge sowie eine gestiegene Anzahl von Aushilfskräften. Gegenläufig und damit kostenmindernd wirkten sich auch hier die nachhaltigen Einspareffekte aus der Neuausrichtung des Spanischen Dienstes aus.

Die mit dieser Neuausrichtung verbundenen personellen Maßnahmen konnten – wie angestrebt – im ersten Quartal des Jahres unter bestmöglicher Berücksichtigung der Belange der Betroffenen umgesetzt werden. Anfang des Jahres begann zudem eine neue Tarifrunde, da die Mantel- und Gehaltstarifverträge zum 31.12.2018 gekündigt worden waren. Im Gegensatz zu früheren Tarifrunden konnten die Tarifparteien diesmal allerdings schon Mitte des Jahres eine Einigung erzielen. Dadurch und durch die vereinbarte Laufzeit von 30 Monaten wurde ein wichtiger Beitrag zur Planungssicherheit für die kommenden Jahre geleistet.

Zudem wurde das Portfolio der Personalentwicklungsmaßnahmen erweitert. Um die Zusammenarbeit im Konzern zu verbessern, wurde ein OpenDay organisiert, der aufgrund seines Erfolgs nun regelmäßig stattfinden soll. Außerdem hat der Personalbereich sein Angebot an Dienstleistungen konzernweit ausgebaut. 

Die im geltenden Betriebsverfassungsgesetz geregelten Abläufe weisen deutliche Defizite im Zusammenhang mit agilen Arbeitsmethoden auf, die zunehmend zum Einsatz gelangen. Neue Anforderungen an alle Beteiligten beziehen sich auf Regelungen für Präsenzsitzungen und Entscheidungspunkte, die sich nicht vorab, sondern erst im Verlauf des Projektes absehen lassen. Auf diesem Gebiet konnten zwar unternehmensintern Fortschritte erzielt werden, dennoch wird dies im kommenden Jahr ein zentrales Element der betrieblichen Zusammenarbeit darstellen. 

Die Mitarbeiterzahl sank im Jahresdurchschnitt leicht auf nunmehr 673 (Vorjahr: 679). Der Anteil an weiblichen Mitarbeitern im Unternehmen hat sich leicht erhöht und liegt nun bei knapp 50 Prozent. Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten ist mit 145 nahezu konstant geblieben.